Die Arbeiten hatten im Februar 2025 begonnen und ursprünglich nur rund sechs Monate dauern sollen. Tatsächlich nahm die Sanierung rund 19 Monate in Anspruch. Grund dafür waren insbesondere zahlreiche unterirdische Fundamente, alte Kelleranlagen und zusätzliche belastete Bodenbereiche, deren tatsächliches Ausmaß erst während der Arbeiten sichtbar wurde. Zuletzt wurde im Bereich des künftigen Lanferbachs zudem ein alter, verfüllter Schornstein entdeckt, der bis in eine Tiefe von rund fünf Metern reichte.
Heine: „Lange und belastende Zeit“
„Das war eine lange und vor allem für die unmittelbaren Anwohnerinnen und Anwohner sehr belastende Zeit. Die Arbeiten waren mit Lärm, Staub und zahlreichen Lkw-Fahrten verbunden. Dafür möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen – und zugleich Danke sagen für die große Geduld“, erklärt Bürgermeister Alexander Heine.
Dass die Arbeiten erheblich länger dauerten als zunächst angekündigt, sei ärgerlich gewesen. „Wir haben mehrfach geglaubt, dass das Ende der Sanierung unmittelbar bevorsteht. Dann sind unter der Erde wieder neue Fundamente, Kellerreste oder belastete Bodenbereiche zum Vorschein gekommen. Das war weder für die Fachleute noch für uns verlässlich vorhersehbar. Umso wichtiger ist: Die Sanierung ist jetzt geschafft“, so Heine.
Mit dem Abschluss der Bodenarbeiten kann nun die eigentliche Entwicklung des Quartiers beginnen. Als nächster Schritt stehen die Erschließungsarbeiten mit dem Bau von Straßen, Wegen und Versorgungsleitungen an. Im Frühjahr 2027 soll nach derzeitiger Planung der Hochbau für das erste Wohngebäude starten. Die Baugenehmigung liegt vor, der Förderantrag ist in Vorbereitung.
Geplant ist ein sozial durchmischtes und barrierefreies Quartier mit geförderten und frei finanzierten Mietwohnungen sowie ergänzenden Eigentumsangeboten. Die Gebäude sollen mit Photovoltaikanlagen und modernen Wärmepumpen ausgestattet werden. Gleichzeitig soll das Gelände eng mit dem Bernhard-Bauer-Park verbunden und der Lanferbach renaturiert werden; und zwar auch der verrohrte Teil des Bachlaufs unter den Gleisen der Deutschen Bahn.
Lebendiges Quartier mitten im Ortskern
„Aus einer über Jahrzehnte industriell genutzten und belasteten Fläche entsteht Schritt für Schritt ein neues Stück Wickede“, betont Heine. „Mit dem Abschluss der Sanierung liegt der schwierigste Teil des Projekts hinter uns. Jetzt können wir endlich mit dem beginnen, worauf es am Ende ankommt: dringend benötigten Wohnraum und ein lebendiges neues Quartier mitten in unserem Ortskern zu schaffen.“
