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Toter Winkel mit „Oha-Effekt“: Lebenswichtige Lektion für Grundschüler

Was Lkw-Fahrer oft nicht sehen können, wurde für Grundschüler jetzt eindrucksvoll sichtbar: Mit Feuerwehrfahrzeug und anschaulichen Modellen zeigten Polizei, Kreisverkehrswacht und Ordnungsamt der Gemeinde Grundschülern, wie schnell gefährliche Situationen entstehen – und wie man sich schützen kann.

Es war eine eindrucksvolle Präsentation mit buchstäblichem „Oha-Effekt“: Mit einem Feuerwehrfahrzeug, dessen toter Winkel durch eine gelbe Markierung sichtbar gemacht wurde, zeigte Wickedes Bezirksbeamter Georg Hantel den Kindern an der Melanchthonschule deutlich, wie groß und deshalb gefährlich die Bereiche sind, die Fahrer von Bussen, Lkw oder anderen großen Fahrzeugen trotz Spiegel nicht einsehen können. So wurde anschaulich vermittelt, wie leicht Fußgänger oder Radfahrer übersehen werden können.

„Gerade für Kinder ist es enorm wichtig, die Gefahren des toten Winkels nicht nur theoretisch zu kennen, sondern konkret zu erleben“, lobte Andreas Vollmer, Leiter der Polizeiwache Werl, die Aktion. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, frühzeitig ein Bewusstsein für Risiken im Straßenverkehr zu schaffen – und genau das gelingt mit diesem Projekt hervorragend.“

Auch, weil sich mit Martin Vollmer ein pensionierter Polizeibeamter für die Kreisverkehrswacht etwas ganz Besonderes ausgedacht hat: Der Wickeder hat mit Playmobil das Modell einer Ampelkreuzung nachgebaut und stellt damit typische Gefahrensituationen im Straßenverkehr nach – um im wahrstein Sinne zu zeigen, wie schnell man als Fußgänger oder Radfahrer unter die Räder kommen kann. „Das führt den Kindern nachvollziehbar und verständlich vor Augen, wie schnell man im Straßenverkehr in ernsthafte Gefahr geraten kann“, so Martin Vollmer.

Die Aktion wurde am Dienstag erstmals durchgeführt – zunächst für die Dritt- und Viertklässler der Melanchthonschule, jetzt folgen die Dritt- und Viertklässler der Engelhardschule. „Wir wollen und müssen dran bleiben“, so Bürgermeister Alexander Heine. „Wir wollen keine Angst machten, sondern aufklären und sensibilisieren. Wer die Gefahren kennt und auf sich achtet, ist deutlich sicherer im Straßenverkehr unterwegs.“

Zugrunde liegt ein LEADER-Projekt: Mit entsprechenden Fördermitteln wurden bereits Geschwindigkeitsmessanlagen angeschafft, die Verkehrsteilnehmern mit grünen oder roten Smileys anzeigen, ob sie sich an die zulässige Geschwindigkeit halten. Das Verkehrserziehungsprojekt an den Grundschulen ist ein ergänzender Baustein. Daniel Luig vom Ordnungsamt der Gemeinde Wickede (Ruhr) warb bei den Kindern denn auch dafür, mal darauf zu achten, wenn Eltern oder Großeltern am Steuer sitzen: „Leuchtet der rote Smiley, dann sagt ruhig mal etwas…“

Detailgetreues Modell aus Playmobil