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Musikalische Lesung mit Kathrin Heinrichs und Jurgen Skura

Wickede. Man kennt sie als Krimiautorin und Kabarettistin. Ins Wickeder Bürgerhaus kommt Kathrin Heinrichs am kommenden Sonntag im Rahmen der „No hate“-Kampagne.

Das Publikum darf sich auf eine Veranstaltung freuen, die unter die Haut geht und gleichzeitig Mut macht. Los geht’s um 18 Uhr. 

Dass die Mendenerin auch ernste Themen zu bespielen versteht, weiß jeder, der mit den tiefgründigen Kurzkrimis unter ihren Texten vertraut ist. So gewann sie mit ihrer berührenden Geschichte „Freier Fall“ den Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kurzkrimi.

In ihrem Programm „Werd nicht wie sie!“ wendet sie sich nun einem gesellschaftsrelevanten Thema zu, dem Wert von Menschlichkeit und Demokratie. So führt die titelgebende Geschichte in die Untiefen deutscher Geschichte. Basierend auf den historischen Fakten um das sogenannte „Schwalbe"-Projekt im Hönnetal, bei dem rund 10.000 Menschen zur Arbeit in einem unterirdischen Rüstungsprojekt gezwungen wurden, erzählt Heinrichs vom jungen Karl und seinem Leidensgefährten, der alles tut, um ihn zu retten, und das so bewegend und intensiv, dass das Publikum sich zurückversetzt sieht und den Atem anhält.

Doch bleibt Kathrin Heinrichs nicht bei den Lehren aus der Vergangenheit stehen. Gekonnt führt sie aus der Beklemmung heraus in Situationen der Alltagsrealität, erzählt von Zivilcourage und belebender Solidarität. „Der Tag, an dem Frau Mistelkamp ihre Verfassung verlor" thematisiert „Desinformation im Kleinen" in einer Dorfgemeinschaft, aber auch die Kraft von Gemeinsinn und Mitmenschlichkeit.

Das abwechslungsreiche Textprogramm wird musikalisch interpretiert vom Wickeder Musiker Jurgen Skura. Der Pianist und Cellist wird zu den Texten improvisieren und damit einen Klangkosmos schaffen, der die Geschichten verbindet und weiterführt: ein Abend, der wachrüttelt und inspiriert.

Die Veranstaltung beginnt am kommenden Sonntag, 7. Juni, um 18 Uhr im Bürgerhaus. Eintrittskarten kosten an der Abendkasse fünf Euro.

Autorenfoto K. Heinrichs