Einen klassischen Neujahrsempfang hat es in diesem Jahr nicht gegeben. Zu frisch war noch die Erinnerung an den Wachwechsel, der erst wenige Wochen zuvor als feierliche Amtsübergabe zwischen altem und neuem Bürgermeister sowie altem und neuem Rat begangen worden war.
Stattdessen wird es in diesem Jahr einen Frühlingsempfang geben, der Bekanntes mit Neuem verbindet. Es ist eine Mischung aus Gespräch, Begegnung und Geselligkeit, die diesem Abend seinen Charakter gibt. Er ist öffentlich und richtet sich ausdrücklich an alle Menschen aus der Gemeinde Wickede (Ruhr).
Sportlerehrung und Livemusik
Bürgermeister Alexander Heine wird den Abend nutzen, um über aktuelle Themen aus der Gemeinde zu sprechen. Unter anderem wird auch die Ehrung erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler hier Platz finden. Nach dem offiziellen Teil sorgt Livemusik für eine gute Atmosphäre, während die „Grillbande“ von Richard Geisen die Gäste mit Steaks und Würstchen versorgt.
Gleichzeitig ist der Abend mehr als nur ein Empfang. Er bildet den Auftakt für die Reihe „No Hate“, die sich in den kommenden Wochen mit Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt befasst. Dass der Start bewusst auf den 8. Mai gelegt wurde, ist dabei kein Zufall: Als Tag der Befreiung erinnert das Datum an das Ende des Zweiten Weltkriegs und an die Befreiung von nationalsozialistischer Gewaltherrschaft. Die „No Hate“-Reihe knüpft daran an und setzt mit verschiedenen Veranstaltungen ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander. Den Schlusspunkt setzt am 16. Juli eine Finissage – erneut an der Skulptur am Ruhrufer.
„No Hate“-Skulptur am Ruhrtalradweg
Die „No Hate“-Skulptur ist Teil eines internationalen Kunstprojekts, das 2020 von den österreichischen Initiatoren Alexandra Rangger und Bernhard Witsch ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam mit mehr als 70 Künstlerinnen und Kreativen aus verschiedenen Ländern entstand ein großformatiger Schriftzug, der aus individuell gestalteten Elementen besteht und unterschiedliche Perspektiven in einer gemeinsamen Botschaft vereint. Das Werk setzt ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung. Auffällig ist dabei auch die Gestaltung: Der Schriftzug ist auf den Kopf gestellt – ein künstlerischer Ansatz, mit dem das Negative symbolisch umgedreht und in eine positive, verbindende Haltung überführt wird.
Als wanderndes Kunstprojekt wird „No Hate“ im öffentlichen Raum gezeigt und soll möglichst viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen. Unmittelbar am Ruhrtalradweg gelegen, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, dürfte die Installation ganz sicher auf ein breites Publikum treffen.
Termine u.a.:
Freitag, 8. Mai, 18.00 Uhr, Frühlingsempfang mit Eröffnung von „No Hate“, Mehrzweckfläche
Montag, 11. Mai, 18.30 Uhr, Ausstellung und Podium „Feldwege zum Coming Out“ – mit Oliver Thiele u.a., Bürgerhaus
Sonntag, 17. Mai, 19.00 Uhr, Gedenkveranstaltung Möhnekatastrophe, Mahnmal
Mittwoch, 20. Mai, 12.30 Uhr, Celloradeln: Musikalische Mittagspause mit Katja Zakotnik, Mehrzweckfläche
Sonntag, 31. Mai, 16.00 Uhr, Familienkino: Zoomania 2, Bürgerhaus
Sonntag, 7. Juni, 18.00 Uhr, Werd nicht wie sie – musikalische Lesung mit Kathrin Heinrichs und Jurgen Skura, Bürgerhaus
Samstag, 27. Juni, 10.00 Uhr, Vorlesestunde mit Bürgermeister Alexander Heine, Ort wird noch bekanntgegeben
Donnerstag, 16. Juli, 18.30 Uhr, Finissage mit dem Gospelchor „CornerStones“, Mehrzweckfläche

