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20 Jahre Partnerschaft: "Von großer Bedeutung für Europa"

Mit einem kleinen Festakt hat die Gemeinde Wickede (Ruhr) am Dienstag das 20-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Jemielnica gefeiert. Rund 35 Akteure aus zwei Jahrzehnten Partnerschaftsgeschichte kamen dazu am Himmelwitzer Platz zusammen.

Bürgermeister Alexander Heine begrüßte dabei insbesondere seine Amtsvorgänger. Jakob Martens hatte schon früh in den 2000er-Jahren die ersten Kontakte geknüpft, ehe Hermann Arndt am 12. Mai 2006 den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet hat. Auch Dr. Martin Michalzik hat die Partnerschaft in den Jahren seiner Amtszeit maßgeblich geprägt.

Martens: Schulen hatten besonderen Stellenwert

Martens erinnerte in seinem Beitrag an die Anfänge der Verbindung zwischen beiden Gemeinden. "Einen besonderen Stellenwert hatte damals die Partnerschaft zwischen den Schulen beider Gemeinden erreicht", sagte er. "Aber auch Kontakte zwischen Feuerwehren und verschiedenen Vereinen waren schnell tragende Säulen der Partnerschaft geworden." 

Dr. Martin Michalzik ging auf die Bedeutung internationaler Partnerschaften für den europäischen Zusammenhalt ein – insbesondere auch vor dem Hintergrund der Botschaft des „No Hate“-Projekts an der Ruhr. Städtepartnerschaften seien gelebte Verständigung und ein wichtiges Zeichen gegen Ausgrenzung und Spaltung, so Michalzik.

Heine: Austausch zwischen Nationen wichtiger denn je

Auch Bürgermeister Alexander Heine betonte die besondere Bedeutung solcher Verbindungen in der heutigen Zeit. Gerade angesichts weltweiter Spannungen seien persönliche Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und der Austausch zwischen Menschen wichtiger denn je. Gleichzeitig sei es Aufgabe der heutigen Generation, auf dem aufzubauen, was vor 20 Jahren gegründet worden sei. 

Von seiner jüngsten Reise nach Polen hatte Bürgermeister Alexander Heine zudem zwei Videobotschaften aus Jemielnica mitgebracht – sowohl vom heutigen Amtsinhaber Marcin Wycisło als auch von dessen Vorgänger Joachim Jelito. Der amtierende Bürgermeister dankte darin „für die jahrelange Zusammenarbeit und für alles, was wir bislang zusammen erreicht haben“. Weiter erklärte er: „Es ist von großer Bedeutung, dass wir als europäische Nationen zusammenarbeiten und unsere Beziehungen und Verbindungen auf lokaler Ebene pflegen. Dies fördert das gegenseitige Verständnis und letztlich den Frieden.“

Neue Fahnen und Gedenktafel

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Ani Khachatryan und Sebastian Wiemhöfer von der Musikschule Werl-Wickede-Ense. Die Feierstunde war auch Anlass, die beiden neuen von Ulrich Thiele gesponserten Fahnenmasten am Himmelwitzer Platz erstmals zu nutzen - der Freundeskreis hatte sich für die Beflaggung hier eingesetzt. Heine präsentierte indes das Gegenstück zu der Messingtafel, die er in Jemielnica als Gastgeschenk übergeben hatte: Sie soll hier wie dort sichtbares Zeichen für nach wie vor enge Verbundenheit zueinander sein.

Übrigens: Während der Feierstunde erreichte Bürgermeister Heine noch ein Groß aus Polen - zeitgleich hatten sich dort Bürgermeister Wycisło und einige Ratsvertreter am Partnerschaftsstein versammelt, um ihrerseits das 20-jährige Jubiläum der Partnerschaft zu feiern.

Die Beflaggung am Marktplatz wies am Dienstag auf den Partnerschaftstag hin.
Rund 35 Akteure aus zwei Jahrzehnten Partnerschaftsgeschichte kamen am Himmelwitzer Platz zusammen.