Weitere Breitband-Baustellen im Norden der Gemeinde

Wickede (Ruhr). Gleich zweimal rücken jetzt im Industriegebiet Max-Planck-Straße Minibagger und Mannschaften an.

Dabei geht es um Bauarbeiten rund um Breitband-Glasfaserkabel. Zunächst muss das Unternehmen Artemis im Auftrag der Deutschen Glasfaser Baumängel beseitigen. Das Bauamt im Rathaus hatte durch einen Sachverständigen die nach Kabelverlegung wieder hergestellten Gehwege überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass die Vorgaben für die Festigkeit nicht erfüllt waren. Im Anschluss daran wird das Unternehmen Martin-Bau erneute Grabungsarbeiten vornehmen. Diese erfolgen dann für Kabel der Telekom. Aus rechtlichen Gründen bestehen die Telefonunternehmen als Auftraggeber und die Baufirmen darauf, jeweils für sich zu arbeiten. Die Versuche der Gemeindeverwaltung, eine gemeinsame Vorgehensweise zu erreichen, führten nicht zum Erfolg. Rechtliche Mittel, dies zu erzwingen, hat das Rathaus nicht. Die Bauunternehmen und die Telekommunikationsunternehmen führen als Argument an, nur so könnte klar abgegrenzt werden, wer wo wie gearbeitet hat. Das sei für Haftungsansprüche massgeblich. 

Ähnliches bahnt sich an der Hauptstraße (B63) zwischen Gaststätte Gerbens und der Einmündung zum Prozessionsweg an. Aktuell verlegt hier die Telekom neue Kabel und hat dazu eine Baustelle eingerichtet. Das Unternehmen Unitymedia hat allerdings ebenfalls schon eine Aufbrucherlaubnis beantragt, auf dem gleichen Abschnitt in einiger Zeit ein eigenes Kabel zu verlegen.

,,Dass es für uns als Gemeindeverwaltung keine Handhabe gibt, ein Zusammengehen solcher Baumaßnahmen auf identischen Schritten zu erzwingen, ist bitter“, so Bürgermeister Michalzik: ,,Der Vorbereitungs- und Kontrollaufwand für meine Mitarbeiter verdoppelt sich. Wird schlecht gearbeitet, sind Nacharbeiten und zusätzliche Nachkontrollen nötig. Außerdem leidet das öffentliche Eigentum Straßen und Wege natürlich mit jedem Eingriff etwas mehr. Das ist eine ärgerliche Schattenseite der insgesamt positiven und dynamischen Netzverbesserung.“

Erfreut ist der Bürgermeister über den jüngsten Statusbericht der Deutschen Glasfaser für den Anschluss von Echthausen. Die Zuleitung aus dem Hövel im Zentralort bis an die Wehranlage der Gelsenwasser konnte demnach erfolgreich verlegt werden. Zugleich wird auf dem Gelände der Wasserwerken in umgekehrte Richtung vorangearbeitet. ,,Das entspricht den von Geschäftsführer Zimmermann gemachten Aussagen aus der vergangenen Woche, so jetzt zügig die fehlende Verbindung zu schließen“.