Hövelwald: In Kürze neue Pflanzungen

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Allan Mitchell als Revierförster des Landesbetriebs Wald und Holz NRW für Wickede (Ruhr) möchte schon jetzt mit der Neuanpflanzung im Hövelwald beginnen. Zunächst hatte er überlegt, damit bis zum Herbst zu warten. Die rasche Pflanzung liegt ihm aber am Herzen, ,,damit nicht der komplette Hang mit Brombeeren zuwächst“.

Die großen Fichten, die bislang eine grüne Kulisse für das Freibad boten, mussten vor kurzem fallen. Grund war, dass sonst Borkenkäfer drohten, die Bäume gefährlich zu schwächen und das Holz wertlos zu machen. Förster Mitchell möchte zunächst den östlichen Waldbereich entlang der Straße Im Winkel neu aufbauen. ,,Da wir aktuell Zugriff auf ausreichendes Pflanzmaterial haben, spricht alles dafür, dort jetzt zu starten“, ist auch Bauhofleiter Reiner Kräenfeld überzeugt.

Als Modell für die Zukunft dient der NRW-Staatswald. Anpassungsstrategien werden dort erprobt und der Umbau zu einem nachhaltigen Mischwald mit hohem Laubholzanteil hat begonnen. Im Arnsberger Wald werden bereits seit einiger Zeit auf Versuchsflächen Bäume angepflanzt, die extremen Wetterbedingungen wie einer langen Trockenheit besser standhalten sollen. Bereits der Sturm Kyrill hat gezeigt, dass der Waldumbau hin zu ,,stabileren Mischwäldern“ richtig ist. Die Folgen des Sturms Friederike und der trockene Sommer bestätigen das, sind Forstamt und Gemeindeverwaltung überzeugt.

Um die jungen Pflanzen vor Verbiss durch Rehe zu schützen, wird der Bereich mit den Jungpflanzen auch längere Zeit eingezäunt. Vorgesehen ist ein Zeitraum von ca. fünf Jahren.
Der vorgesehene Bereich beginnt auf Höhe der Firma Finkendei in Richtung Freibad. Der durch Sturmschäden und Fällungen frei gewordene Bereich nach oben bis zur Goethestraße/Hövelstraße bleibt damit für die Planungen eines Weges frei.

Für die Zukunft setzt der Förster statt der bisherigen Fichten ganz überwiegend auf einen Mix von Laubbäumen, die auch Aussicht bieten, dass sie mit Klimaänderungen zurecht kommen. Nur an wenigen Stellen sollen Nadelbäume für immergrüne ,,Inseln“ im äußeren Bild des Waldes sorgen.

Dabei wird auch hier auf anpassungsfähige Bäume für den Klimawandel geachtet.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme werden sich für die Gemeinde auf ca. 10.000 Euro belaufen.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Michalzik