Wahlamt erwartet deutlich mehr Briefwähler - Neue Wahllokale werden gefunden

,,W“ wie Wahlen: Rund 90 Tage sind es noch bis zur Kommunalwahl am 13. September. Während die Parteien ihre Ziele formulieren und zum Teil noch Kandidaten aufstellen müssen, bereitet das Rathaus die Organisation der wichtigen Abstimmung vor.

Diese Aufgabe hat 2020 Sascha Röglin aus dem Fachbereich Ordnung und Soziales federführend übernommen, der gerade erfolgreich seine Weiterqualifikation zum Verwaltungsfachwirt abgeschlossen hat.

Mit der Kommunalwahl am 13. September endet die bisher längste Amtszeit von Rat und Bürgermeister in NRW, denn diese Wahlperiode dauert einmalig sechs Jahre und vier Monate. Ab 2020 sollen alle kommunalen Mandate wieder einheitlich für fünf Jahre vergeben werden. Zwischenzeitlich hatten Bürgermeister und Räte unterschiedlich lange Amtszeiten.

Sascha Röglin rechnet mit deutlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wahlen. Vor allem geht er von einem deutlichen Anstieg von Briefwählern aus. Daher möchte er gleich vier Briefwahlvorstände einsetzen, damit die Vielzahl der erwarteten Stimmzettel am Wahlabend zügig ausgewertet werden kann. Immerhin können als Wahlberechtigten je einen Stimmzettel für das Bürgermeister- und das Landratsamt sowie die Gemeinderäte und Kreistagsmitglieder abgeben. Aktuell führt die Einwohnerstatistik 9.397 Wahlberechtigte auf, zu denen bei Kommunalwahlen auch alle EU-Bürger zählen. 111 junge Wickederinnen und Wickeder sind Erstwähler. Bei den Kommunalwahlen 2014 waren ebenfalls rund 9.400 Einwohner wahlberechtigt, 4.971 gaben ihre Stimmen ab (52,9 %). Schon damals wählten vier von zehn Wickederinnen und Wickedern per Brief. Während die Zahl der Wahlberichtigten in etwa stabil bleiben wird, ist ein Sprung über die 50-Prozent-Marke bei der Briefwahl durch aus wahrscheinlich, schätzen Röglin und Bürgermeister Michalzik ein.

Auch bei den angestammten Wahllokalen plant Sascha Röglin Änderungen ein. Bestimmte Orte stehen aufgrund des Corona-Schutzes nicht zur Verfügung, wie z. B. das Heilig-Geist-Kloster in Wimbern oder die Räume in Kindergärten. So könnte es sein, dass 2020 Stimmzettel auf dem Reiterhof, beim Fischhof Baumüller und im neuen Franziskus-Forum der Katholischen Kirche abgegeben werden. Hierzu finden aber noch abschließende Gespräche statt.

Auch neue Wahlplakattafeln wird es 2020 geben, da die alten Holztafeln Auflösungserscheinungen zeigten. Die zur Probe aufgestellten großen Plakatwände am Bahnhof und im Ohl – die jetzt zwischenzeitlich auch als touristische Werbeflächen dienen - soll es nicht flächendeckend geben, sondern es werden für die weiteren sechs Standorte kleinere Flächen aufgestellt.

Mit Spannung erwarten Sascha Röglin, zuständig für das Thema Wahlen, und Bürgermeister Martin Michalzik, wie sich bei der Kommunalwahl die Wickeder Wählerwellen zwischen Brief- und Wahllokalwählern entwickeln.