Corona-Vorsorge der Gemeindeverwaltung

Allgemeinverfügung untersagt Veranstaltungen - Neue Auflagen.

Personalführung der Verwaltung an Krisenmodus angepasst.

 

Bürgermeister Dr. Martin Michalzik untersagt heute mit einer Allgemeinverfügung ab sofort die Durchführung von Veranstaltungen im Gemeindegebiet. Ausgenommen sind nur Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge dienen. Im Rathaus kann ein persönlicher Kontakt mit Bürgern nur in dringenden unaufschiebbaren Angelegenheiten erfolgen und nach vorheriger Absprache.

Darüber hinaus wurde heute ein weiterer Erlass zu kontaktreduzierenden Maßnahmen des Gesundheitsministeriums NRW durch das Ordnungsamt umgesetzt, wonach der Betrieb beispielsweise von Schankbetrieben, Fitness-Studios, Spielhallen und Wettbüros ab sofort einzustellen ist.

Für Restaurants und Gaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen gelten strenge Auflagen, wie etwa der Mindestabstand von zwei Metern zwischen Tischen und die Besucherregistrierung mit Kontaktdaten.

Zugleich wird eine flexible Arbeitszeit von 6 bis 21 Uhr für die Mitarbeiter in der Verwaltung eingeführt, um so die Anwesenheit zu entzerren; das heißt mehr Abstand zu schaffen, und den Kräften, die Kinder betreuen müssen, zu ermöglichen, Arbeit und Betreuung im Wechsel von Eltern gut zu verbinden. Allerdings wird dafür eine durchgehende telefonische Erreichbarkeit während der Hauptarbeitszeit erwartet.

Am Freibad werden die Vorbereitungen für die Saison 2020 weiter fortgesetzt. Die Einführung des Datenmanagementsystems (E-Akte) wird aufgeschoben, da die Durchführung von notwendigen Schulungen ein vermeidbares Risiko darstellt.

Bei der Nutzung von Bürgerhaus und Gemeindehalle wurden alle Reservierungen werden bis zum 19. April 2020 abgesagt. Mit allen Nutzern konnte Einvernehmen darüber erzielt werden, auch bei geplanten großen Hochzeitsgesellschaften.

Der Wochenmarkt kann noch stattfinden. Der Bauhof arbeitet strikt kolonnenweise, um Beschäftigte soweit es geht zu trennen.

Raumpflegerinnen, Hausmeister, Schulsekretärinnen nehmen zunächst in Kombination mit Überstundenabbau (vorrangig) bis auf Weiteres Grundreinigungen, aufgeschobene Reparaturen und noch abzuarbeitende Vorgänge im Bereich Dokumentationen, Archive etc. in Angriff.

Die Einladung zu einem Netzwerk für eine Nachbarschaftshilfe im Fall der absehbaren Verschärfung der Lage ist bei den angesprochenen Vereinen, Gemeinderatsmitgliedern und weiteren Personen auf ein gutes Echo gestoßen, so Bürgermeister Michalzik. Die konkrete Umsetzung – auch in enger Abstimmung mit dem Angebot der Taschengeldbörse – wird jetzt weiter vorbereitet. In Kürze wird dazu weiter informiert.

Schließlich wendet sich der Bürgermeister auch erstmals mit einer Videobotschaft an die Wickederinnen und Wickeder, die über die Internetseite und die Facebook-Seite der Gemeinde abrufbar ist, erläutert die Maßnahmen und ruft zu Verständnis auf.